Scherzhaft gesagt bin ich Gerichtsreporter
geworden, weil man als Journalist kaum bessere Arbeitsbedingungen
haben kann: Alle wichtigen Personen kommen an einem Ort zusammen, ich
muss sie also nicht erst auswählen und zu ihren fahren. Alle mit
Ausnahme des Angeklagten müssen die Wahrheit sagen. Und schließlich
muss ich nicht einmal die Fragen stellen, das erledigen Gericht,
Staatsanwälte und Verteidiger für mich.
Scherz beiseite, auf diesen Seiten werden Sie
anhand von Gerichtberichten und -reportagen sicherlich
nachvollziehen können, dass auch dieser Job nicht immer nur Freude
bringt. Insbesondere möchte ich auf ein Langzeitprojekt hinweisen: den
Mordfall Krampe. Ich habe den Prozess gegen Olaf W. , ausgenommen zwei
Termine, von seinem Anfang 2002 bis zu seinem Ende 2003 verfolgt. Für
mich gibt es keinen Zweifel: W., den ein österreichisches Gericht
wegen des gleichen Vorwurfs bereits einmal freigesprochen hatte, ist
in Berlin zu Unrecht als Mörder verurteilt worden. Nicht nur, weil
während des Prozesses so viele Zweifel an seiner Schuld auftauchten,
dass der Grundsatz "in dubio pro reo", im Zweifel für den Angeklagten,
hätte gelten müssen. Auch deshalb, weil selbst der prozessführende
Staatsanwalt erklärt hat, dass auch eine Verurteilung wegen Totschlags
in Frage gekommen wäre - wenn W. vor Gericht geredet hätte. Aber
Schweigen vor Gericht darf bekanntlich nicht gegen den Angeklagten
verwendet werden... Schließlich sei nicht unerwähnt, dass die
deutschen Behörden keine eigenen Ermittlungen in dem Fall angestellt
haben und das Gericht demzufolge ausschließlich auf der Basis der
österreichischen Ermittlungsergebnisse urteilte. Und diese sind,
gelinde gesagt, sehr zweifelhaft.
Überzeugen Sie sich selbst und lesen Sie meine Berichte über den "Mordfall Krampe" . Und seien
Sie gewiss: Auch die anderen Prozessberichte sind spannend und
interessant, weil sie einen kleinen Ausschnitt aus unserer
gesellschaftlichen Wirklichkeit widerspiegeln. Auf dieser Seite veröffentliche ich übrigens nicht nur eigene Berichte, sondern beispielsweise auch Pressemitteillungen. Gleiches gilt für die Rubrik Vorschau,unter der Sie sich über einige bevorstehende Prozesse in den östlichen Bundesländern informieren können.
Und wenn Sie einmal in meiner Hompage stöbern: Verschaffen Sie sich doch auch noch einen Überblick über ausgewählte journalistische Arbeiten in anderen Bereichen und erhalten so einen Überblick über mein Leistungsspektrum. Gern würde ich Ihnen meine jüngste Reportage über "Die Crash-Kids von Gródek" ans Herz legen. Sie erzählt von einem engagierten Team des IB, das viel unternimmt, damit Jugendliche gar nicht erst mit dem Gesetz in Konflikt kommen.
Und falls Ihnen gefällt, was Sie da lesen können: Natürlich würde ich auch gern für Sie arbeiten. Zu welchen Bedingungen das möglich ist, erfahren Sie unter "Angebote". Noch sind nicht alle Konditionen online, aber im Zweifel können Sie mich ja auch anrufen.
Oder Sie nehmen mit mir über das Gästebuch Kontakt auf. Da hinein gehören natürlich auch alle Hinweise, besonders zum Mordfall
Krampe, jede Kritik und jede Anregung. Ich danke Ihnen schon jetzt dafür!
Nun aber wünsche ich Ihnen Kurzweil und Gewinn bei der
Lektüre!